Die Kameradschaft3

Orientierung mit Karte und Kompaß

Bereits im Herbst 1975 begann ich damit, für meinen Plan – im kommenden Jahr einen Orientierungsmarsch durchzuführen – im Vorstand zu werben. Sehr hilfreich war dabei, daß der Jungkamerad Adolf “Ata” Grönecke die Stiftung eines Wanderpokals in Aussicht stellte. Der Verein gab “grünes Licht” und so machten wir uns sofort an die Arbeit, nicht ahnend, was da auf uns zukommen würde. Die Streckenplanung für die ca. 15 km lange Marschroute rund um Woltersdorf war da noch die leichteste Übung. Weitaus schwieriger war es, interessante Aufgaben für die 5 Kontrollstationen, die gleichmäßig über den Parcours verteilt waren, zu entwickeln. Zudem sollte auch der Woltersdorfer Gildeschießstand mit einbezogen werden. Als logistisches Problem erwies sich auch, die Kontrollposten mit ausreichendem Personal zu besetzen. Aus paritätischen Gründen sollte jeder teilnehmende Verein dafür 5 Leute abstellen. Dann hieß es, die Spielregeln für die “Ausschreibungs-bedingungen” in Form und Fassung zu bringen. Für den Riesenpokal wurde festgelegt, daß er dann in den endgültigen Besitz des Siegers übergeht, wenn er 3 Mal hintereinander oder fünfmal insgesamt gewonnen wurde. Dieser Fall trat dann 11 Jahre später ein. 1987 wurde daraufhin von Dieter Bachmann, Gerhard Schmidt und Ernst Schulze ein neuer Pokal gestiftet, der fast noch eine Nummer größer als der alte war. Diese Trophäe sicherte sich 1997 endgültig die siegreiche Mannschaft der KSKW – unter der Führung von Dieter Wulf – nach dreimaligen Sieg hintereinander. Schützenoberst Karl Kammradt jun. stiftete spontan einen Nachfolgepokal für diese Veranstaltung.
Es ist schon erstaunlich, über wie viele Jahre der Orientierungsmarsch einen festen Platz im Veranstaltungskalender hat. Ein großer Erfolg, an den wir anfangs nicht im Traum gedacht haben. Deshalb von dieser Stelle noch einmal ein großer Dank an alle Mitwirkenden!

begehrtes Pokalsilber

Zur Erinnerung und zum besseren Verständnis für außenstehende Betrachter,
hier noch einmal ein Bericht der Elbe-Jeetzel-Zeitung aus den 90-er Jahren …

20. Orientierungsmarsch „rund um Woltersdorf“

In ihrem 111. Jubiläumsjahr führte die Krieger- und Soldaten-kameradschaft Woltersdorf den 20. Orientierungsmarsch „rund um Woltersdorf“ durch. Diese Veranstaltung war 1976 von den Kameraden Adolf Grönecke und Joachim Kracht ins Leben gerufen worden und erfreute sich in den vergangenen Jahren einer immer größeren werdenden Beliebtheit.
Auch in diesem Jahr hatte man wieder viele Mannschaften eingeladen, aber nicht alle waren dem Ruf gefolgt. Besonders enttäuscht war man darüber, daß der TuS Woltersdorf, trotz vorheriger Terminabsprache, am selben Tag zwei Gegenveranstaltungen durchführte. Darum konnte Vorsitzender Jürgen Bitter neben der eigenen Vereinsmannschaft, nur die Mannschaften der Schützengilde und der Freiwilligen Feuerwehr Woltersdorf sowie eine Mannschaft des Schützenvereins Rebenstorf begrüßen, die zum ersten Mal dabei war.
Der Wettergott zeigte sich von seiner besten Seite und so ging es trotz allem frohgemut auf den 14 km langen Rundkurs, den Organisator Joachim Kracht diesmal unter das Motto „Das Leben im Felde“ gestellt hatte.
An der ersten Kontrollstation galt es verzwickte Fragen des Allgemeinwissens zu beantworten (Mit was würzte Friedrich der Große immer seinen Kaffee? Mit Senf und Pfeffer natürlich!). Wer hier schon glaubte, daß es nur noch leichter werden könnte, wurde bald eines Besseren belehrt.‘
Bei der zweiten Anlaufstelle waren Schießkünste gefordert. Mit einem recht schwergängigen Luftgewehr sollten 4 Silhouettenscheiben in kurzer Zeit zum Umklappen bewegt werden. Nicht eine Mannschaft erfüllte hier alle geforderten Bedingungen.
Erst, als man nach dem Eintreffen auf dem dritten Kontrollposten alle Armbanduhren abliefern hatte, wurde man mit der neuen Aufgabe vertraut gemacht. Es sollte auf einem Brennspirituskocher ein Hühnerei „nach Gefühl“ auf schnellstem Wege hartgekocht werden. Auch hier taten sich einige Mannschaften recht schwer.
Ganz anders sahen die Ergebnisse auf dem 4. Kontrollpunkt aus. Hier hieß es, eine Nachricht von 15 Buchstaben durch Morsezeichen mit einem ziemlich trägen Signalscheinwerfer über eine große Entfernung zu übermitteln. Diese Aufgabe lösten wider Erwarten alle Teilnehmer mit Bravour.
Kurz vor dem Ziel wurde man dann auf der Station mit dem sinnigen Namen „Lautlose Jagd“ mit einem Blasrohr konfrontiert. Hier mußten möglichst viele Ringe auf einer 6 Meter entfernten Scheibe erzielt werden. Leider war aber schon manchem Marschierer zu diesem Zeitpunkt die richtige Puste ausgegangen.
Dieses war aber nur von kurzer Dauer, denn bei der anschließenden Siegerehrung zeigten sich wieder alle in bester Form. Zur Verleihung des Schießpokals der Vereinsvorsitzenden konnte der 2. Vorsitzende der Krieger- und Soldatenkameradschaft Woltersdorf, Peter Zipperle, einen der ehemaligen Stifter, den Ehrenvorsitzenden der Schützengilde Woltersdorf, Waldemar Schulz, begrüßen. Dieser überreichte den Pokal an die siegreiche Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Woltersdorf für 67 Ringe.
Sieger des Orientierungsmarsches wurde auch in diesem Jahr wieder die Mannschaft der Krieger- und Soldatenkameradschaft Woltersdorf. Die Kameraden Dieter Wulf, Thorsten Gassert, Thomas Grönecke, Matthias Lüdemann und Rüdiger Maatsch konnten mit 1000 Punkten den Pokal für den 1. Platz entgegennehmen.
Auf den 2. Platz gelangten punktgleich die Mannschaften des Schützenvereins Rebenstorf und der Schützengilde Woltersdorf. Mit 905 Punkten belegte die Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Woltersdorf den den 4. Platz.
Vor dem anschließenden geselligen Beisammensein dankte Peter Zipperle den teilnehmenden Mannschaften und den zahlreichen Helfern für ihren Einsatz sowie Joachim Kracht, der bei der Planung und Durchführung der Veranstaltung die meiste Arbeit gehabt hatte.
Auch im kommenden Jahr wird die Kameradschaft als Pokalverteidiger und Organisator in Erscheinung treten. Es verspricht schon allein dadurch interessant zu werden, daß die Bundeswehr wieder ihre Teilnahme trotz Umstrukturierung und Standortauflösung zugesagt hat..

„Seiltanz“
gezieltes Trockenangeln
„Mit dem Pfeil, dem Bogen ...“
„Krieger sind Sieger.....?“
Kontrollpostenbetreuung
Hinkelsteinweitwurf
„Kradmelder“ Markus Rietz
“Wasser schieben ...”
„ ... ist dann doch nicht so einfach!“
Streckenkontrolle
Angeln, diesmal magnetisch
Fahrradslalom
wohlverdiente Rast
(Ge)Wissensprüfung
Siegerehrung durch den Pokalstifter
stolzer Sieger
„gemütliches Z´sammensein“
„Ein Hoch auf den Sieger ....“
„ ... oder doch nur Zweiter?“
Rest der Kompanie
„Egal, dabei sein ist mehr als siegen!“
Am Ende eines gelungenen Tages: Kameradschaftsführer mit Junior

Im Mai 2022 fand nach über zwanzig Jahren
endlich wieder ein Orientierungsmarsch rund um Woltersdorf statt.

Die Mannschaft der Krieger- u. Soldatenkameradschaft Woltersdorf.

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K.S.K.W.: